Foto von Steve Shreve auf Unsplash

Hey mein kleiner Freund,
ich nehm’ mir jetzt einfach mal die Zeit und lass’ dir eine längere Nachricht da. Ich glaub’, du kannst das gebrauchen und: wert bist du es eh. In der Nachricht wiederhole ich mich ein paar mal, aber es hat immer seinen Sinn. Wir sehen uns oft den gleichen Sachverhalt an, aber immer aus einer neuen Perspektive oder auch mal in einer anderen Auflösung, damit du dann unser altes Thema aus einem anderen Blickwinkel und mit verschiedenen Brillen sehen kannst und in der Lage bist, endlich einen Zugriff darauf zu bekommen. Ich würde es dir gönnen.

Für unsereins gibt es ganz unterschiedliche Arten von Spielen — wusstest du zum Beispiel, dass sich die ganze nordische Mythologie in manchen Erzählweisen nach dem Ragnarök als bloßes Spiel entpuppt, welches dann wieder von Neuem beginnt, nachdem der Fenriswolf Odin getötet hat, Thor und die Midgard-Schlange in ihrem Kampf gestorben sind; es beginnt von Neuem: mit neuen Göttern und ‘Leben’ und ‘Lebenswille’ — aber … ich schweife ab.

Ich will dir von unterschiedlichen Spielen erzählen. Vielleicht war das mit dem Götterspiel eine ganz gute Einführung, dass man so gut wie alles als Spiel sehen kann und damit kein bisschen Bedeutung verloren gehen muss. Dass du eines der komplexesten Spiele in seiner Existenz als komplexes und langfristiges Spiel erkennst, das ist der ganze Sinn meiner kleinen Abhandlung. Und auch, wenn es sich dir womöglich nicht sofort erschließen wird: Verzage nicht. Lass es erst einmal wirken. Denn: Auch wenn du sie dir nicht zugestehen willst — und das ist schon auch richtig so — : du hast doch noch Zeit. Deine empfundene Dringlichkeit ist — wie so oft — zu einem großen Teil fehlinterpretierte und dennoch echte Wichtigkeit. Trotzdem: du hast noch Zeit.

Aber… zurück zu den Spielen:
Viele Spiele sind dazu da, uns auf das Leben vorzubereiten, unsere Fertig- und Fähigkeiten zu schulen; andere sollen ablenken oder einfach nur die Zeit vertreiben. Einfach mal den Kopf frei bekommen. Das kann manchmal schon viel wert sein — aber das weißt du ja. Ein wichtiges Learning üblicher Kinderspiele ist, dass man gewinnen wollen muss, um Spaß am Spielen zu ermöglichen. Es macht keinen Spaß mit jemandem zu spielen, der nicht gewinnen will. Aber am Ende muss jeder auch mal verlieren können, sonst will in Zukunft niemand mehr mit einem spielen oder noch schlimmer: niemand will mehr spielen. Diese very basic Sachen lernt man dann möglichst in frühen Kinderjahren und man sollte viel daran legen, sie danach nicht wieder gänzlich zu verlernen.

Die einfachen Spiele bringen gerne sofort Spaß. Als grobe Daumenregel kann man aber sagen, dass Spiele — solange man die Zeit und Muße aufbringt, sich darauf einzulassen — mehr Spaß bringen, je komplexer sie werden. Vielleicht hat man auch erstmal keinen Spaß an einem Spiel, weil es einem zu komplex ist und dadurch unmöglich wirkt. Man lernt dieses Spiel aber dann womöglich zu schätzen, weil sich eine Person die Zeit nimmt, einem zu zeigen, was sie persönlich daran begeistert, welches Vorwissen man braucht und was sie daraus zieht; wie sie das Spiel spielt und warum es ihr gefällt; dass die Niederlagen gar nicht so schlimm sind, weil das Spielen selbst einem so viel geben kann. Vielleicht lernt man das Spiel aber auch einfach zu schätzen, weil man Glück hatte oder einfach besonders begabt war …— nun das läuft aufs Selbe hinaus, nicht? Die Begabung trägt wohl nur noch ein bisschen mehr Verantwortung in sich. — Die Daumenregel, dass komplexere Spiele mehr Spaß bringen, bleibt aber trotzdem bestehen, auch wenn besonders diese Spiele am Anfang so unmöglich erscheinen.

Komplexere Spiele werden auch dadurch schwerer, dass sie oft einen sehr langen Zeithorizont im Blick haben und, ich denke, grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Zeit zwischen bestimmten Spielzügen und ihrem Ergebnis vergeht, desto mehr Variablen kommen mit ins Spiel und desto unübersichtlicher wird es. Dieser Zusammenhang scheint erstmal trivial zu sein, aber: manchmal hilft es, sich bewusst zu machen, dass es schon durch diesen Zusammenhang schwerer fällt, den Einfluss einer bestimmten Variable (bspw. seines Handelns) auszumachen; dass das schlicht eine logische Folge des längeren Zeithorizonts ist und, wenn dann mal etwas nicht so läuft, wie erwartet, dann ist das weder ein unheilvoller Schicksalsbote, noch weist es auf mindere Bedeutung des längeren Zeithorizonts hin, obwohl man — du weißt das — schnell geneigt ist, den Zusammenhang in besonders schwierigen Spielen so zu interpretieren. Auch liegt die Komplexität, die das Spiel so kompliziert macht, zwar zum Teil, aber eben nicht ausschließlich an einem selbst. Sich das bewusst zu machen, kann manchmal befreiend wirken. Und trotzdem: Man bleibt noch immer derjenige, der über seine Spielzüge bestimmt.

Ein weiteres Learning unserer Spiele ist, dass man hin und wieder geradezu irrsinnige Abstriche im Hier und Jetzt machen muss, um in Zukunft dann darauf aufbauen zu können. Und: Heute wissen wir das natürlich, aber es ist in keinster Weise so selbstverständlich, wie uns das gerne glauben gemacht wird. Denn je unsicherer die Zukunft wahrgenommen wird, desto schwerer fällt es, diese Abstriche zu machen. Je chaotischer du deine Umgebung oder das Spiel wahrnimmst, desto weniger bist du geneigt, dich im Verzicht zu üben, um später seine Früchte zu tragen. Du brauchst also erstmal ein Grundmaß an Sicherheit und bestenfalls noch eine Einführung in das Spiel, um bereit zu sein, zu investieren. Vielleicht hilft dir das ja, dein Verhalten in besonders herausfordernd wahrgenommenen Feldern zu verstehen, aber auch, die wenig nachvollziehbaren Handlungen mancher Menschen, verständlicher zu machen.

Und jetzt dachte ich mir, kommt der Punkt, an dem ich dein persönliches Interesse für bestimmte Arten von Spielen wecken kann: Wenn man so will, ist unser Sport auch nur ein Spiel und wir setzen auf den long-term Payoff. Es hält uns fit und mehr… manchmal hat man fast das Gefühl, es hält einen bei Verstand. Aber das wäre ja so, als würde man sagen, man trägt Kopfhörer, um den Kopf vom Bersten abzuhalten: abwegig. — Nun gut: Im Training sind wir auf jeden Fall bereit, auch unangenehme Zustände auszuhalten, uns zu Dingen zu zwingen, um dann einerseits das gute Gefühl danach zu haben, andererseits aber auch auf längere Frist die Fortschritte zu sehen. Da geht’s dann schon mal um Jahre. Aber immer nur das Gleiche zu tun, wird auch hier nicht immer zum selben Ergebnis führen. Deswegen wird herumgetestet und weitergebildet. Wir lernen unseren Körper und darüber uns selbst besser kennen; selbstauferlegte Tests oder die Anwendung neuer Spielmechanismen helfen uns dabei, das zu bewerkstelligen. Was das Spiel zusätzlich spannend macht: Man weiß vor einem Training nicht unbedingt, ob es Freude machen wird, qualvoll sein wird oder beides. — An dieser Stelle wäre ein schwarzes Herz angebracht. … — Eins wurde uns so klar: Man kann Leid besser ertragen, wenn man weiß, dass es eben zum Spiel dazu gehört. Genau daran hängt auch ein Teil unseres Egos: dass wir eben auch bereit sind, konsequent am Ball zu bleiben, auch mal den unangenehmen Teil auf uns zu nehmen, und weiterzumachen, auch wenn es mal nicht so läuft. Da fühlen wir uns toll, nicht? Versuchen darüber noch humble zu bleiben und auch das gelingt … manchmal… außer beispielsweise — wenn es gut läuft — im Training selbst und dann freuen wir uns im Nachhinein, dass niemand Gedanken lesen konnte. Mehr hilft da schon, um das ambivalente Suchtverhältnis, in das wir uns da reinsteigern, zu wissen. Das bringt von Zeit zu Zeit ganz gut wieder auf den Boden.

Aber… ich meinte ja, ich hab noch ein anderes, noch komplexeres Spiel für dich, dass du in seiner Existenz als extrem langfristiges Spiel und in seinen Parallelen zum Sport erkennen sollst. Vermutlich hast du das, was noch kommt, sowieso schon alles gespürt; gespürt, dass das alles gar nicht so einfach ist. Aber: jetzt möchte ich erstmal zum noch komplexeren Spiel überleiten: Der Sport ist etwas, das wir gerne machen. Diese, tief verankerte, positive Grundeinstellung haben wir beide auch bei dem Spiel, das ich dir in seiner Existenz als überaus komplexes, aber auf lange Frist extrem reichhaltiges Spiel näherbringen will. Bei beiden Spielen würde keiner von uns beiden die Bedeutung für ein gutes Leben nach unseren Maßstäben bestreiten.

Aber es gibt da draußen auch viele Leute, die sagen oder gesagt haben: Ja, sie machen gerne Sport, die seine Bedeutung auch für ein gutes Leben (auch nach ihrer persönlichen Art) nicht abstreiten würden. Gleichzeitig glauben wir: Wenn du die Sachen richtig machst, dann machst du es auch, wenn du keine Lust darauf hast; auch, wenn es dir mal nicht in den Kram passt. Das trennt die Spreu vom Weizen. Sonst waren alle Beteuerungen nichts als reine Lippenbekenntnisse. Bei dem anderen Spiel, scheint uns die Diskrepanz nicht zu stören oder wir rationalisieren sie zumindest auf kurze Frist erfolgreich; lassen es uns zumindest nicht zu sehr anmerken, dass es sie gibt. Aber: Unsere (aus dem Wissen um die Wichtigkeit folgende) Handlung ist der Unterschied zwischen den beiden Spielen.

Du hast es schon gemerkt: Um den Unterschied in der abgeleiteten Handlung geht es in der Nachricht im Wesentlichen. Deine Aufmerksamkeit möchte ich — auch das hast du wohl schon gemerkt — darauf lenken, indem ich dir die Gemeinsamkeit zwischen den beiden Spielen zeige. Die Gemeinsamkeit ist unsere Grundeinstellung. Noch einmal: Sie ist erstmal sehr positiv. Beim Training wissen wir aber auch, dass — ich möchte fast sagen: more often than not — vor dem Training nicht die Vorfreude überwiegt, sondern gar nicht abgewägt wird, ob trainiert wird oder nicht. Die aus dem Bekenntnis (zur Wichtigkeit für ein gelungenes Leben) abgeleitete Handlung wird nicht von der Lust (allein) bestimmt. Man behält sie immer mal wieder im Auge, aber gewichtet ihre Bedeutung nicht über. Für derart komplexe Spiele, ist das wichtig, weil die Lust für diese ein zu unzuverlässiger Indikator ist. Bei dem noch komplexeren Spiel bleibt unsere Bekenntnis auch — unverrückbar — bestehen. Die positive Grundeinstellung ist sogar noch urtümlicher verankert und der long-term Pay-Off liegt noch weiter in der Zukunft. Wir würden nie sagen, dass uns dieses Spiel nicht wichtig ist. Wenn wir bei dem Spiel allerdings keine Lust haben, dann passt unsere Handlung meist nicht zur Bekenntnis. Ein paar Hinweise hast du jetzt schon, woran das liegen könnte. Im Folgenden kommen noch ein paar mehr.

Wie gesagt — : Es ist zweifelsohne komplexer. Die Zusammenhänge sind absolut verrückte Funktionen, die sich zudem mit jedem Spielzug verändern und nach sieben Jahren schon gar nicht mehr wiederzuerkennen sind. Es gibt weniger Annahmen, die sich bewahrheiten und unterschiedliche Annahmen für die unterschiedliche Zeithorizonte. Außerdem mehr individuelle Ausnahmen von diesen Annahmen und es müssen erstmal bestimmte Grundbedingungen erfüllt sein, damit die Annahmen überhaupt greifen können. In diesem Spiel reden wir nicht über verlockende kurzfristig positive Payoffs, die sich auf lange Frist negativ auswirken, sondern sogar von kurzfristige Anstrengungen, die sich mittelfristig als absolut positiv zu erkennen geben, dann wiederum auf lange Frist fatale Folgen haben können. Wir reden von Ergebnissen, die positiv wirken, neutral sind und auf lange Frist unabsehbare Folgen haben; von der Zunahme von Wahrscheinlichkeiten des Verlierens mit jedem verlorenen Unterspiel; gleichzeitig weist alle Empirie darauf hin, dass Verlieren solcher Sub-Games notwendig ist, um überhaupt gewinnen zu können und je mehr man gewinnen will (und je größer der Wille zu gewinnen), desto schwieriger wird das Spiel. Es gibt doppelt so viele Faktoren und auf die zusätzliche Hälfte, haben wir nur mittelbaren Zugriff. Manchmal verwehren wir uns diesen dann auch noch selbst. Beispielsweise, weil uns unser Ego im Weg steht. Die Gründe können aber auch hierfür vielfältig sein. Gleichzeitig haben wir durch die doppelte Anzahl an Faktoren, aber nicht nur doppelt so viele neue Möglichkeiten. Vielmehr emergieren daraus zusätzliche Möglichkeiten. Die neuen Möglichkeiten sind dann auch mehr als die Summe aller Sinneseindrücke und wir sollten sie in Betracht ziehen, weil das gerade auch Teil des Schönen im Spiel ist. Aber: man sollte nicht darauf setzen, dass sich allein dadurch irgendetwas bei einem Selbst verändert. Nun gut — ich gebe zu, jetzt habe ich ein wenig geschwafelt, aber du merkst: viele, viele … viele mögliche Gründe, woran es hapern könnte, und ein wahrhaft anspruchsvolles Spiel, aber eben auch eine sprudelnde Quelle für Neugier, Lebenslust und Energie.

Aber nochmal: Ich will dich darauf aufmerksam machen, woran es liegen könnte, dass es für dich noch so unmöglich scheint, die Schwierigkeiten in diesem Spiel zu überwinden. Die Frage, die sich stellt, ist: Warum spielst du es nicht? Nein: Du spielst nicht nur schlecht oder verlierst — das auch… … entschuldige… aber… wenn du ehrlich zu dir bist, weißt du auch selbst, dass es so ist; das ändert zwar nichts daran, dass du das nicht hören willst, aber vielleicht ändert, dass du es hörst, etwas daran, dass es so ist. — Also: Du spielst nicht nur schlecht oder verlierst, sondern zumeist entziehst du dich dem Spiel komplett. Nochmal: Beim Sport haben wir schon akzeptiert, dass man auch mal weitermachen muss, wenn man keine Lust hat. Aber auch beim Sport war das nicht ganz einfach. Erinnerst du dich noch? … Lang, lang ist’s her. Erst war da doch mal die Frage: Ich mach das doch, weil es mir gefällt. Warum muss ich mich dann dazu zwingen? Warum sollte ich denn nicht einfach den Sport, Sport sein lassen und dann stattdessen morgen gehen… oder in einer Woche. Ist es das wert? Hier wussten wir aber: Es ist es wert. Nach dem Training fühlten wir uns besser. Was wäre jetzt, wenn in diesem anderen Spiel, Trainingseinheiten kommen — man gibt alles — und danach fühlt es sich nicht besser an… keine Reaktion. Die nächste Einheit — und wieder … es geschieht nichts. Das, obwohl man alle Ratschläge befolgt hat und auch danach noch weiter andere Dinge ausprobiert hat. Es geschieht einfach nichts. Das passiert dann einige Wochen am Stück — ja: Monate und Jahre! — und: jedes mal wieder bleibt in diesem Spiel die Frage, ‘Warum?’, unbeantwortet. Im Gegensatz zu unserem geliebten Sport, bekommt man nicht verlässlich die Bestätigung: Ja, das ist doch richtig so. Noch nicht einmal durch ein gutes Gefühl danach. Die Wahrscheinlichkeiten summieren sich nicht nur nicht zu eins, sie summieren sich zu gar nichts Konstantem; sie sind Unbekannte mit variierenden Ungleichungssystem. Wie will man denn dann mit irgendetwas rechnen? Für uns schrecklich, weil es wie das reinste Chaos wirkt. Und dieser Glaube wird dann zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung, weil — wie wir ja vorhin schon besprochen haben — : wenn man sich unsicher fühlt, keine Einführung erhält und niemanden hat, der einem erklärt, was vor sich geht, dann ist man nicht bereit zu investieren und Mühen in kauf zu nehmen, um für die lange Frist gerüstet zu sein. Das ist aber integraler Bestandteil des Spiels, wenn man es auf lange Frist spielen will. Und vor allem wird dieses Spiel, so sehr es sich in seiner Ausprägung entwickelt, mit der Zeit immer wertvoller.

In dem Spiel, das wir heute kennen und schätzen gelernt haben, — unserem Sport — wurde wir vielleicht gerade noch häufig genug bestätigt, sodass wir gelernt haben, dass Durchhaltevermögen belohnt werden wird. Wir haben den Punkt, ab dem es dann auch mal Selbstläufer wird, — manchmal in der Art eines Schiffsbrüchigen auf hoher See — aber dennoch: wiederholt erreicht; während wir in diesem anderen Spiel keine Belohnung erhalten haben, sondern bestraft wurden und nicht nur das: Es blieb uns sogar undurchsichtig, warum das der Fall war… Das ist schlimmer als nur Bestrafung. Wir konnten einfach kein System erkennen. Das brachte uns an den Rand der Verzweiflung, obwohl wir bereits ahnten, dass es doch nur ein Spiel ist… Vielleicht haben wir es auch einfach zu früh spielen wollen? Aber wenn es alle zu spielen scheinen und man selbst einfach nicht versteht, hilft das Erahnen des spielerischen Charakters überhaupt nicht. Es macht es nur noch schlimmer, weil es den echten, eigenen Struggle lächerlich macht. Vielleicht war unser Ego für dieses Spiel zu groß, während es für den Sport gerade groß genug war. Aber — vielleicht — gibt es ja noch einen anderen Weg… ich habe es vorhin schon einmal erwähnt… vielleicht kann es ein bisschen Hilfe geben, die uns zeigt, wie man das Spiel spielt, welche Regeln man zu beachten hat oder auch nur sagt, dass es einfach ein noch komplexeres Spiel ist, mit den Payoffs in noch fernerer Zukunft. Einen Spieler, der dir von seinen Erfahrungen berichtet, der dir einerseits einen Hauch von Ahnung verleiht und dich andererseits darin bestärkt, dass es sich lohnt; einen Spieler, der dir Teile der beängstigenden unknown Unknown in eine faszinierende known Unknown verwandelt und das Selbstvertrauen mit auf den Weg gibt, weiter zu entschlüsseln und das auch als Teil des Spiels zu begreifen. Vielleicht, mein kleiner Freund, kann ich dir derjenige sein, der dir diese Verwandlung ermöglicht.

Du treibst das alles ja noch ein wenig mehr auf die Spitze als ich, fühlst es vielleicht sogar noch ein wenig stärker und weißt wohl schon lange, welches Spiel ich meine, oder?

Daher: Entscheide selbst, ob du spielen willst oder dich weiter entziehst. Oder gib zu, dass du noch nicht bereit bist, zu spielen. Frag’ dich aber auch, ob du jemals herausfinden wirst, ob du bereit für dieses Spiel bist, wenn du dich weiter entziehst; ob du dich jemals bereit fühlen wirst.

Du hörst von mir.