Foto von Andrea Reiman auf Unsplash

Die andere Seite von der Manie,
die Welten zwingt auf ihre Knie;
der Drache, der das Feuer spie,
ein ums and’re Mal Leistung verlieh.

Die Liebe hat ihn hergebracht,
zerstört und wieder neu gemacht.
Hoffnungslosigkeit — unangebracht;
Freyr, bevor ihn Gerd entfacht.

Schön — wie jene Tochter aus Elysion.
Sie zieht ihn an — weiß nicht warum.
Sie ziehen sich aus — sind ewig jung.
Es ist aus — und werden stumm.

Gedanken verharren in Erinnerung.
Mythen als Beschäftigung;
legen Erklärung dar und Schalter um,
gingen verloren — Enklitikon.

Es beginnt! — Wird klar.
Die Verbindung: sie fehlt uns zwar,
ein Geheimnis, das verloren war,
doch vor- und nachher sind noch da.

Die Frage, die sich jeder stellt:
Wie werd’ ich nur mein eig’ner Held?
Beantwortet vom lyrischen Feld:
Kein Gott ist fehlerlos und auch kein Held.

Wissen, das Einzug hielt in unsre Leben,
wird aufgetaut, übersetzt und übergeben;
verschluckt von binären Systemen,
wird’s aufbereitet, prozessiert und wiedergegeben.

Seit der Antike auf den falschen Weg begeben?
Geht weiter zurück — zu Horus’ Leben.
Versucht Altes in Neues zu legen,
dem blinden Osiris neue Kraft zu geben.

Und bestreitet jeder seinen eig’nen Kampf,
sagt dir das eins: bleib’ halbwegs sanft.
Hatte es der Mensch doch schon bewandt,
im Fabelland verborgen, dann verkannt.

Kannte Helfen als zweischneidig’s Schwert:
“Hilf’, selbst zu helfen — so lieferst’ Wert.”
Ödipus wird umgekehrt,
rettet Vater und wird geehrt.

Dann hat dieser Kampf noch einen Sinn,
liegt tief verborgen — “Doch worin?”,
Themen wiederholen sich — sans fin?
— Wach auf! … Sensibelchen.

Mal gefällt man sich in Einsamkeit,
im nächsten Augenblick: Verzweiflung schreit,
dann wünscht man sich Durchschnittlichkeit,
normal zu sein, um jeden Preis. (… um jeden Preis?)

Weiter geht‘s mit brenn’den Lungen,
fast im tiefen Meer verklungen,
um ein Haar im Selbstmitleid ertrunken,
harrt er aus — find’t Götterfunken.

Es hat ihn fast die Hast verschlungen,
blickt hinab in tiefe Brunnen,
sieht unten seelenlose Gebilde summen:
Unterhaltung scharf — Ethik verschwommen.

Hastet dann wieder Auf und Ab —
Schläge mit dem Hirtenstab —
die Verbindung, die man zu allem kappt,
die gibt — die nimmt — цап-царап.

Zu wissen, dass es nicht anhält,
man nur von einer in die nächste Phase fällt,
um dann so hin und her geschleudert,
Trau- und Fröhlichkeit verleugnet.

Ist eine Gemeinsamkeit, die alle haben,
warum Feinfühl’nde schwere Lasten tragen?
Führt geteiltes Leid auf tief`ren Eb`nen,
zu bedrückten, unheilvollen Wesen?

Wir füttern nur das liebe Tier,
geben ihm kein Lebenselixier.
Der Trank — im Norden gehütet von Quasir,
heut’ vergor’n — an seiner Statt: Satyr.

Was Weise einen Feuerball genannt,
ist heute nicht mehr göttlich — bald bemannt.
Gefühle werden niedergebrannt —
ein Tyrann — von niemandem ernannt.

Doch, was ist echter: Schmerzen haben
oder sich an Materie zu laben?
Subjektiv zu fühlen
oder mit Annahmen lügen?

Warum dann eine Veränderung im Sein erwarten,
wenn alle auf Objektives starrten?
Lieber wandern… — …auf Götterpfaden.
Wohin die führ’n? Muss sich jeder selber fragen.

Sonst entsteht keine Magie, kein Funkensprung,
nur Mattigkeit und Elend drum herum.
Wer kehrt diese Bewegung wieder um?
Freyr — Quod est demonstrandum.