Angst, Trauer, Scham, Corona, künstliche Intelligenz und Neurowissenschaften (SEO ✔).

Leuchtschild mit "THIS IS WHO I AM"
Foto von Felicia Buitenwerf auf Unsplash

tl;dr

In diesem Beitrag geht es zunächst darum, warum ich vor etwa fünf Jahren angefangen hatte zu meditieren, später um den Grund für mein Aufhören vor etwa einem Jahr.  

Auch mit dabei: Selbstreflektion Akte 17 —  Auslöser von Gemütszuständen. In sie fließt auch ein, was ich unter anderem aus vier Jahren Meditation gelernt habe.

Dann nenne ich zwei aktuelle Gründe (jaja, eben auch Corona und künstliche Intelligenz (✔)) wieder anzufangen zu meditieren und gehe kurz auf zwei Bücher zum Meditieren ein. Außerdem konnte ich mir hier eine Anmerkung zum Untertitel des zweiten Buches “Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst” nicht verkneifen.

Zu guter Letzt beschreibe ich, wie ich den Neubeginn jetzt gestalte und was ich vorhabe diesmal anders zu machen. 


Vier Jahre Meditation und der Entschluss damit aufzuhören

Ich hatte circa vier Jahre täglich etwa 15 Minuten meditiert und vor ein bisschen mehr als einem Jahr beschlossen aufzuhören. Wie ich zum Meditieren kam habe ich detaillierter hier beschrieben: 

Erfahrungsbericht: Meditieren

Mein Entschluss aufzuhören war in Teil sechs der Serie “Selbstbetrachtungen”, in der ich unter anderem den Prozess zu diesem Entschluss mit dem entsprechenden Anlass beschrieben habe, gefallen.

Selbstbetrachtungen VI

In kurz: Ich hatte wieder “brennen” wollen. Ein Brennen war ursprünglich der Anlass gewesen überhaupt zu meditieren. Jetzt war fehlendes Brennen mein Grund aufzuhören. Ich war mir zu lethargisch geworden. Ich hatte mich für meinen persönlichen Geschmack zu häufig beruhigt. 

Wer den ersten Meditationsbeitrag und/oder die Selbstbetrachtungsserie gelesen hat, weiß in etwa was mit dem Brennen gemeint ist.

Und es überrascht fast, aber ich denke, der Meditationsentzug hat funktioniert. Zu gut funktioniert. Panik keimt leichter und stärker wieder auf und die birgt ja immer auch viel Energie in sich.

Na? Und wieder nicht glücklich, der Herr Zander? Was will er denn nun?! Gleich, gleich! 


Zunächst: Wir wissen natürlich, dass subjektives Empfinden und echte Anstrengung zweierlei sind. Ich habe hier keine Studie durchgeführt. Es ist gut möglich, dass ich in der Zeit, in der ich meditiert habe, genauso viel oder sogar noch mehr geschafft habe, nur dabei weniger (tendenzielle) Angstzustände durchlebt habe. 

Vor allem aber hatten mir die Jahre des Meditierens sehr viel gegeben. 

Beispielsweise das eigene Unwohlsein (Angst, Trauer, Ekel, Scham, … — you name it) als ein aufkommendes Gefühl zu sehen und den attributierten Grund für dieses Unwohlsein als separate Einheit, die damit auch nichts oder nur verdeckt zu tun haben kann. 

Das heißt: Ändere ich den vermeintlich Grund, kann es sehr leicht sein, dass sich am Gefühl überhaupt nichts ändert, weil sich das Gefühl — so besagt zumindest mein aktueller Stand der Ermittlung (Akte 17) — eigentlich aus einem Netz von Auslösern speist, von denen mir die meisten ohnehin nicht bewusst sind. 

Um sich dieses Netz zu erschließen, hilft dann besser als Nachdenken: ausprobieren und/oder zumindest beobachten, was denn nun wirklich etwas an besagtem Unwohlsein ändert. Oft entsprechen die Dinge dann nämlich nicht dem ehemals attributierten Grund. 

Konkretes Beispiel: Du denkst dein Schamgefühl von heute Morgen speist sich aus einer Erinnerung. Genauer: Wie du vor zwei Jahren deiner damaligen Freundin aus einer tiefen Überzeugung heraus erzählt hast, dass Chemtrails der Grund sind, dass sie so regierungskonform ist. Gestern hast du jetzt aber eine andere Überzeugung erlangt: Es gibt gar keine Chemtrails 😱 ! Das sind eigentlich einfach Kondensstreifen. Und deswegen schämst du dich jetzt also. 

Am nächsten Morgen wachst du nun aber wieder mit dem selben Schamgefühl auf, nur attributierst du es etwas anderem; das zieht sich mit einigen Ups and Downs über Wochen und Monate… immer ist da dieses morgendliche Schamgefühl. 

Jetzt ändert sich etwas: Du hast eine neue Freundin, ihr tauscht Zärtlichkeiten aus und — huh?! — auf einmal verschwindet dein morgendliches Schamgefühl. 

Im Sinne des Beispiels nehmen wir jetzt einfach mal an, dass der fehlende Körperkontakt ein viel ausschlaggebenderer Grund für das morgendliche Schamgefühl war als deine gedanklich attributierten Gründe (z.B.: die Chemtrails Erinnerung). 

Ja. Und das meine ich mit einem Netz aus unbewussten Auslösern — die körperlichen Zärtlichkeiten (oder der Sex) waren dann z.B. ein viel zentralerer Knotenpunkt im System deiner Stimmungszustände als der durch Nachdenken ermittelte Grund. 

So. Selbstreflektion Akte 17 erklärt. 


Nun aber noch eine kurze Anmerkung, weil ich schon wieder übermäßig experimentierfreudige Menschen auf modern hedonistische Abwege geraten sehe und das wäre bei meiner Leserschaft, die mir ja doch am Herzen liegt, schon schade. 

Also Moralapostel-Anmerkung:  

Dein moralischer Kompass sollte den Entdeckungen trotzdem übergeordnet sein. Also: Nur, weil du merkst, dass du abends keine unangenehme Trauer mehr empfindest, wenn du deine Eltern nicht mehr besuchst, solltest du trotzdem noch immer deine Eltern besuchen, wenn du das davor für richtig gehalten hast. Abstrakter: Wenn du denkst, dass die als hilfreich ausgemachte Maßnahme nicht in deine Moralvorstellung passt, dann pass’ die Moralvorstellung bitte nicht nach Belieben an dein Befinden an.* Auch wenn das vielleicht reizvoll ist, nimm sie trotzdem nur als Indiz, mit dem du dann eben arbeiten kannst. Außerdem ist dieser Auslöser nur ein Knotenpunkt im Netzwerk. In diesem Netzwerk gibt noch viele andere, an denen man schrauben kann. Also: Nur weil du merkst, dass es dich weniger ängstlich macht, wenn du von Zeit zu Zeit Marienkäfer mit der Hand zerquetschst, solltest du trotzdem die armen Marienkäfer in Ruhe lassen! Nicht in die “Ich bin halt so, ich brauche das.”-Falle tappen… noch nicht mal tapsen. … 

Na, ok… tapsen ist ok… solange das Pfötchen schnell genug zurückgezogen wird und du was draus lernst. Eine moralische Stufe höher wäre es aber nicht einmal reinzutapsen! Wir sind aber halt alle trotzdem nur schwache, kleine Menschlein. Nun daher… zumindest aufpassen! 


Die Rückkehr zur Meditationspraktik

Aber… wir kommen mal wieder vom Thema ab. Eigentlich geht es ja darum, warum ich nun wieder anfange zu meditieren, obwohl der Meditationsentzug doch die gewünschten Folgen nach sich zog. 

Ehrlich gesagt Zweierlei: 

Eins ist die Corona-Pandemie und wie leicht Angst doch das Handeln eines großen Teils der Menschheit steuern kann, wie schnell wieder apokalyptische Fantasien Zulauf erhalten, wie schnell Menschen in Supermärkten Regale plündern und sich um Toilettenpapier schlagen und wie hilflos die Menschheit ihren psychischen Prozessen — sei’s kollektiver, sei’s individueller Natur— dann ausgeliefert zu sein scheint. In der Debatte und Berichterstattung nervt mich die fehlende Differenzierung in beide Richtungen: Moralkeule schwingend, wir müssen jegliche Freiheit sofort der Sicherheit vor diesem Virus unterordnen — alle Gegenargumente werden sofort als unmenschlich abgetan; und freiheitsfanatisch, “ich lass’ mir doch nicht wegen einer Grippe mein Rammsteinkonzert durch die Lappen gehen!” oder: “Das ist doch alles nur Teil eines perfiden Plans der Regierung, um das Bargeld abzuschaffen!”. 

Da frage ich mich dann: Auf welches Argumentations- und Umgangslevel kämen wir denn, wenn Krankheiten ähnlich einer Pest ausbrechen würden? Auf welche evolutionäre Stufe würden wir dann zurückfallen? 

Weiter stützt das aktuelle Beobachtungsgut namens Welt meiner Meinung nach die These Yuval Noah Hararis, dass AI (Artificial Intelligence) gar nicht viel über uns Wissen muss, um uns ziemlich perfekt zu manipulieren. Warum? Weil was wir über uns und unsere psychischen Vorgänge wissen so unglaublich wenig ist und AI, um uns zu manipulieren, nur mehr über unsere Triebe, Handlungsmotive und unterbewussten Treiber wissen muss als wir.

Was da meiner Erfahrung nach hilft ist seine psychischen Prozesse erstmal wahrzunehmen. Dabei wiederum hilft zu meditieren. Auf das Corona-Thema bezogen: “OK, ich habe gerade Angst. Hallo Angst. Was bist du denn für eine Angst? Aha, eine Pandemie-Angst und noch eine Unwissenheits-Angst mit dabei. Ok, ok. Ich verstehe, ich kann ja auch noch nicht einschätzen, wie das jetzt eigentlich alles weitergehen soll. Aber auch so eine Unwissenheit kann ich aushalten. Wie will ich trotz meiner Angst handeln? Oh, und da drüben hat jemand eine andere Meinung als ich. Ist ok. Das ist deswegen noch kein Unmensch. Der hat ja vielleicht trotzdem gute Gründe oder sogar auch Angst, vor was anderem. Einem totalitären Staat also. Aha aha. Na, mir erscheint das jetzt aber gerade nicht so wichtig. Es ist doch eine Notsituation. Ich lass’ mich jetzt aber trotzdem mal darauf ein, was der so zu sagen hat.” Und so weiter, und so weiter. 

Ich möchte klarstellen: Ich habe keine Ahnung, was adäquate Maßnahmen sind und sage nicht, dass ich in der Lage bin vollkommen urteilsfrei die Argumente anderer Personen aufzunehmen. Ich beobachte aber das Niveau der Diskussionen und vor allem der Berichterstattungen und das erschreckt mich sehr viel mehr als sowohl die Pandemie als auch die Maßnahmen — vielleicht zu unrecht. 

Das ist also Grund Nummer eins. 

Und Grund Nummer zwei ist kleingeistiger: Ich habe wieder ziemlich unnötige persönliche Ängste bei mir bemerkt, die aus auffallend haltlosen Dingen einen Elefanten machen. Z.B.: Angst, dass ich bei meiner Masterarbeit durchfallen könnte; sogar Angst, dass bei der Abgabe doch irgendwas falsch gelaufen ist; Angst, dass ich den Herd angelassen habe — obwohl ich schon ein Foto vom Herd beim Verlassen des Raums gemacht habe!; Angst vor den Folgen eines dreimonatigen weltweiten Masturbierathlons; Angst, dass meine Kollegen eine Kritik an einer Änderung in unserem Produkt in den falschen Hals bekommen haben; Angst, Angst, Angst… und da bin ich noch nicht mal ein sonderlich ängstlicher Mensch. 


Nach etwa einem Jahr Pause: MZ meditiert wieder. 

Deswegen habe ich am Wochenende vor dem 20. April 2020 das erste Buch über Meditation, das ich im Beitrag von 2017 schon empfohlen hatte, noch einmal gelesen: Schlüssel zum Zen von Thich Nhat Hanh. Darin geht es mehr um die spirituelle Seite der Meditation: wie gelangen wir zum Transzendieren der Subjekt-Objekt-Dualität, welche “Fingerzeige zum Mond” geben Zen Buddhisten ihren Schülern auf dem Pfad zum Erwachen, was geht unserer Gesellschaft in ihrem materialistischen Hamsterrad verloren und wieso ist der unterscheidenden Intellekt nicht alles im Leben. Das war also der erste Teil meiner Vorbereitungen für eine weitere Runde MZ meditiert

Als zweiten Teil habe ich dann noch Ulrich Otts Meditation für Skeptiker — Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst bis einschließlich seiner Abhandlung zum Atmen gelesen. Mit Hilfe dieses Buches werde ich jetzt erstmal wieder in die Atemübungen reinkommen und nach und nach die weiteren Abschnitte (namentlich: Fühlen, Denken, Sein) lesen und dann praktizieren. 

“Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst”

Den Untertitel des zweiten Buchs finde ich persönlich übrigens schrecklich, weil ich Thich Nhat Hanhs Überzeugung Teile, dass der unterscheidende Intellekt (a.k.a. die Wissenschaft) nicht alles erklären kann; anders ausgedrückt: ein Neurowissenschaftler nicht in seiner Rolle als Neurowissenschaftler dazu geeignet ist, uns den Weg zum Selbst zu erklären. 

Mit Hermann Hesses Worten: 

»Ich fürchte«, sagte Goldmund, »es wird mir nie gelingen, mir von deiner Denkwelt, wo man ohne Vorstellungen denkt, einen Begriff zu machen.«

»O doch, sofort wird dir das gelingen. Höre zu: der Denker versucht das Wesen der Welt durch die Logik zu erkennen und darzustellen. Er weiß, daß unser Verstand und sein Werkzeug, die Logik, unvollkommene Instrumente sind — ebenso wie ein kluger Künstler recht wohl weiß, daß sein Pinsel oder Meißel niemals vollkommen das strahlende Wesen eines Engels oder Heiligen wird ausdrücken können. Dennoch versuchen es beide, der Denker wie der Künstler, auf ihre Weise. Sie können und dürfen nicht anders. Denn indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig Sinnvolle, was er kann. Darum sagte ich früher so oft zu dir versuche nicht den Denker oder den Asketen nachzuahmen, sondern sei du selbst, suche dich selbst zu verwirklichen!«**

Hermann Hesse

Ulrich Otts Buch ist aber einfach und motivierend geschrieben. Es enthält viele praktische Handlungsempfehlungen für die Meditation und geht auch auf die tieferen Ebenen der Meditation ein. Genauer: Gedankenstille, Einssein, Leerheit, Grenzenlosigkeit, Transzendenz von Subjekt und Objekt. 

Thich Nhat Hanhs Stimme in mir sagt aber: Dadurch, dass ein Neurowissenschaftler in den tiefsten Winkeln des unterscheidendes Wissens gefangen ist, ist sein Buch per se eine Themenverfehlung, wenn man das betrachtet, was bei der Meditation eigentlich im Vordergrund stehen sollte: die spirituelle Seite. Und trotzdem macht Ulrich Ott einen super Job in dem was sein Buch verspricht: Meditation für (religiöse) Skeptiker*** aufzubereiten und die wissenschaftliche Perspektive auf die Meditation zu präsentieren. 

Meiner Meinung nach liest man daher optimaler Weise zunächst Thich Nhat Hanh, dann Ulrich Ott — macht nach und nach dessen Übungen — und liest dann noch einmal Thich Nhat Hanh, um eine Idee davon zu bekommen, um was es bei den Übungen, die man da macht, eigentlich geht und erweitert diese Praktiken innerlich um Thich Nhat Hanhs Einsichten. 

Das ist auch mein Plan für die nächsten Monate. 

Was ich diesmal anders mache

Ich hatte ja mal aufgehört zu meditieren und das mit (für mich noch immer) gutem Grund. Was will ich also diesmal anders machen? 

Zunächst habe ich diesmal beim Meditieren einen anderen Fokus. Während ich das letzte Mal verstärkt den Fokus darauf hatte, ruhiger zu werden und das unangenehme Brennen wegzubekommen, sind diesmal andere Baustellen dran und ich bin mir recht sicher, dass ein wenig Ruhe als Nebeneffekt sowieso ins Leben treten wird. 

Ich weiß, dass ich damit, dass ich das Meditieren schon wieder absichtsvoll und fast produktiv gestalte, ohnehin schon einen Fehler mache. Aber so weit (das nicht zu tun), bin ich einfach noch nicht. 

Die Absichten sind diesmal aber andere. 

Erstens steht diesmal sich selbst zu entdecken an höherer Stelle und ich denke, dass ich heute auch ein bisschen weiter darin bin Selbstakzeptanz üben zu können. (Dazu haben übrigens (meist unangenehme) Gespräche mit Freunden mindestens ebenso viel beigetragen wie das Meditieren.) 

Zweitens, will ich bewusst subjektive Wichtigkeit (und damit (auch) Emotionalität) erhalten — d.h. beruhigen können ist gut, aber Emotionalität ist auch ein wichtiger Teil meines Lebens und gibt mir viel Kraft und ein bisschen Sinn. Daher sind auch Emotionen (auch negative) wichtig und sollen bewusst erhalten werden. 

Wie ich das anstellen werde ist mir noch nicht klar. Aber ich denke, ein erster Schritt ist die Ab-/Einsicht schon. Eine Idee ist auch, hier gezielt mit Mantren, Glaubenssätzen, etc. zu arbeiten. 

Zunächst werde ich mich jetzt aber wieder nach und nach an das Meditieren rantasten. Dazu werde ich, wie erwähnt, in den kommenden Wochen Ullrich Otts Praktiken zum Atmen, Fühlen, Denken, und Sein durchführen. Solche Meditationssitzungen morgens einzubauen hat sich bei mir bewährt. Idealerweise nach dem Sport, Duschen und Frühstücken. Aber auch hier werde ich mir diesmal mehr Freiraum lassen. Ich denke, dass mittlerweile soweit bin eine (Meditations-)Routine entwickeln zu können, auch ohne diese dabei verbissen zu einer bestimmten Uhrzeit und an jedem! Tag durchführen zu müssen. 

In diesen Wochen der Routineentwicklung mache ich mir ja ohnehin Gedanken, wie sich die Hauptabsichten (Selbstakzeptanz und Erhalten der subjektiven Wichtigkeit) mit in die Routine etablieren lassen und ich denke, dass sich die Routine so automatisch schon in diese Richtung entwickeln wird. Weiter werde ich dann auch ein wenig Internetrecherche betreiben und vielleicht gibt es dann schon in wenigen Monaten einen Erfahrungbericht Meditieren_3


In diesem Sinne: Stay humble, stay tuned! 
MZ 

P.S.: Ich habe bewusst keine Anleitung zum Meditieren mit eingebaut. Die gibt es zu genüge im Internet und in abgespeckter Form in meinem Beitrag von 2017

Vielleicht auch interessant für den ein oder anderen gerade.

Fußnoten

*Zu der Moralapostel-Anmerkung, dass dein moralischer Kompass den Entdeckungen trotzdem übergeordnet sein sollte: Moralvorstellungen dürfen auch meiner Meinung nach trotzdem über ein Leben hinweg angepasst werden; nur halt nicht, um sie dem eigenen Befinden anzupassen. #Selbstakzeptanz? 😉

**Zu dem Hermann Hesse Zitat: Ich persönlich stehe voll hinter dem Abschnitt zur Logik als unvollkommenes Werkzeug dieses Zitats, halte aber an meiner Moralapostel Anmerkung hinsichtlich des moralischen Kompasses über das eigene Befinden hinaus fest und der zweite Teil des Zitats könnte wohl so eher entgegen dieser Aussage interpretiert werden. Aber sogar, wenn das nicht so sein muss (dass man das so auslegt), steht natürlich für den Fall, dass dem schon so ist, noch immer kleiner Marco gegen riesenhaften Narziß (a.k.a. Abt Johannes) (und vermutlich sogar Hermann Hesse). 

***Zum Titel von Ulrich Otts Buch Meditation für Skeptiker: Es stört mich auch ein wenig, dass bei Verwendung des Wortes Skeptiker noch immer häufig religiöser Skeptiker impliziert wird. Gerade in der heutigen, recht säkularen Gesellschaft finde ich es häufig zeitgemäßer bspw. skeptisch hinsichtlich wissenschaftlicher Studien, statistischer Auswertungen oder journalistischer Beiträge zu sein; zeitgemäßer als jetzt unbedingt 2020* in Deutschland an Gott und sogar der Institution Kirche zu zweifeln. 

  • *Oder auch 2015 (das ist das Erscheinungsjahr meiner Auflage des Buches).