Mein schönstes Geburtstagsgeschenk war keines.

Etwas mehr als eine Woche waren wir gemeinsam unterwegs. Wandern. Ich denke, es war noch in der Toskana. Vielleicht der vierte oder fünfte Tag, zwei oder drei Stunden sind wir bereits unterwegs und mein Freund wundert sich, dass mein Handy heute zum dritten oder vierten Mal klingelt: Anrufe. Wer ruft denn noch jemanden an?

Nach einem Anruf, dreht er sich also zu mir um. Es ging gerade einen leichten Anstieg auf einem sandig-steinigen Weg hoch, keine Wolke am Himmel, links und rechts Bäume und Büsche. “Was ist denn heute los?” Ich warte kurz – er würde das nicht fragen, wenn er es zuvor nicht schon zwei- oder dreimal gedacht hätte – , dann sage ich: “Nichts, ich habe nur Geburtstag.” “Oh, ok.” Eine kurze Pause. “Gut. Na, dann: Alles Gute.” Dann dreht er sich um und geht weiter.

Der Tag, mein Geburtstag, verstreicht wie die Tage zuvor auch und die meisten unserer gemeinsamen Reisen: meist eher mühsam, manchmal sehr; zu oft entlang viel befahrenen Straßen, manchmal aber auch in pittoresker Landschaft, mit einigen beeindruckenden, wunderschönen Momenten. … Und im Rückblick war es dann genau das: wunderschön.