Marco Zander

tapst umher und lernt. Macht Sport, liest und schreibt. Meist in München.

Schlagwort: Selbstoptimierung

Meine letzten sechs Monate in 28 Sätzen* – Zweites Halbjahr 2017

Es ist wiedermal so weit, ein Sechs-Monats-Review steht an. Mit mutigen Vermutungen und nicht ganz so eindrucksvollen, aber dafür vielleicht interessanten, Eindrücken aus den Journaleinträgen der letzten sechs Monate.

Tagebucheintrag #1147

Über lange Strecken lediglich lamentierender Tagebuch-Talk, dann aber noch ein paar Worte zum Inkaufnehmen eigener Fehler, zum Nicht-Durchschauen-einer-Welt und zum Guten. Außerdem: wie man so lebt.

Das Leben ist schwer genug.

Ich befürchte, dass der Hintergrund zum kurzen Blogpost ein nicht allzu weit verbreiteter Gedankengang ist. Weil ich aber inzwischen einige Male eines Besseren belehrt wurde, geht der — in seiner Freudigkeit erklärungsbedürftige — Ausruf “Das Leben ist schwer genug.” an euch alle raus.

Du musst nicht performen, wenn du dich mit Freunden triffst.

An: die fälschlicherweise als extrovertiert und hyperaktiv Wahrgenommenen; diejenigen, die auf andere den Eindruck machen als gäbe es keine Regentage; diejenigen, die Treffen absagen, weil sie sich gerade nicht dazu in der Lage sehen, so zu sein, wie sie sein wollen.

Erfahrungsbericht: Zwei-Wochen-Pläne

Es fällt schwer, Balance zwischen verschiedenen Lebensbereichen zu halten, nicht ein oder zwei gänzlich zu vernachlässigen. Trotzdem ist das für mich eine wichtige Komponente eines erfolgreichen Lebens. Dieses Ziel, Balance zu halten, war Anlass für die Zwei-Wochen-Pläne mit den sechs Kategorien: Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen, Erwerbstätigkeit, Spiritualität, Persönliche Weiterentwicklung und Gute Taten.

Ja, ein wenig nerdy und hat Macken, hilft aber:

bewusst an Gebieten eigener Wahl zu arbeiten.
Routinen zu entwickeln.
neue Selbsttests auszuprobieren.
Bewusstsein für Probleme zu schaffen.

Maßvolles Handeln Part III

Meine Versuche maßvoller zu handeln haben mich gelehrt, dass

Wertvolles oft Zeit braucht. Erst wenn man Abstand gewinnt, dann wieder aktiv daran arbeiten, wieder einen Schritt zurück macht und weiter verbessert, kann es entstehen.
weder der Körper noch das Leben linear funktionieren. Wenn auf ‘mehr’, ‘schlechter’ folgt, ist ‘anders’ womöglich die bessere Strategie.
Extrempositionen verlassen, Perspektiven schafft. So lässt sich die Realität akzeptieren und besser mit ihr arbeiten.

Isolation

Zurückgezogenheit als Folge von Abgrenzung zu Optimierungszwecken kann Feindseligkeit erzeugen, weil man dazu geneigt ist, auf andere herabzusehen. Egal ob als Einzelner oder als Gruppe in der Gesellschaft, es gilt, bewusst darauf zu achten, nicht zu werten. Von den anderen lernen wäre noch besser. Die Realität ist zudem komplexer, als dass es möglich wäre, sich in die reine Autonomie zurückzuziehen. Dennoch ist Zurückziehen aus schädlichen Umgebungen in Ordnung, oft notwendig.

Erfahrungsbericht: Meditieren

Die 15 Minuten täglich sind ein kurzer Entspannungsurlaub für den Kopf. Kein Allheilmittel, aber hilfreich. 
Unmittelbar nach dem Meditieren ist man entspannter. Auf lange Frist hilft meditieren, ausgeglichener, weniger gestresst und bewusster zu leben. 
Das ungewollte Abschweifen der Gedanken verringert sich. Zusätzlich bemerkt man es schneller. Das hilft bei den meisten Formen mentaler Arbeit.

Vor allem für diejenigen, die Probleme haben, einfach mal nichts zu tun, sind die 15 Minuten ein unangenehmes, aber wertvolles Investment in sich selbst.

Ein wenig wuwu, aber es hilft. Daher: Was soll’s? Machen.

Meine derzeitige Meditationspraktik steht am Ende des Artikels.

Rausch

Im Artikel werden zwei Gründe besprochen, warum der Rauschzustand gut für den Menschen sein kann:

gutes Gefühl, als Resultat eines Im-Moment-Seins.
Distanz zu Problemen gewinnen.
So hilft er uns — auf unterschiedliche Arten und in unterschiedlichen Ausprägungen erreichbar — , nicht zu denken, sondern Gedanken kommen zu lassen.

Wähle deinen Rausch bewusst. Nicht, weil du das “halt so machst”.

Das Leben war nie einfacher …

Du hast dich damals, ohne all die (jetzt als verschwendet empfundene) Energie, genauso intensiv einem Rat- und teils Machtlosigkeitsgefühl gegenüber gesehen. Aber: Vergiss über die heutige Frustration nicht all die neu erworbenen Tools. Sieh, dass manche Probleme überwunden sind, auf einige Fragen Antworten gefunden wurden. Sieh, dass dir deine riesigen Fragezeichen von damals, heute klein erscheinen. Heute riesige Fragen, werden in Zukunft klein erscheinen. Wirklich.

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